Warn-Streiks bei Bus und Bahn

Viele Menschen hatten Anfang des Monats Probleme, zur Arbeit oder zur Schule zu kommen. Der Grund war ein Warn-Streik im öffentlichen Nah-Verkehr. U-Bahnen, Straßen-Bahnen und viele Busse sind nicht gefahren.

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Zwei Menschen mit Rucksäcken stehen vor einer U-Bahn-Station. Die Station ist mit Gittern verschlossen.
Während des Warn-Streiks sind keine U-Bahnen gefahren. Die Stationen, wie hier in München, waren geschlossen. (picture alliance / SZ Photo / Robert Haas)
Auch wenn so ein Streik ist, muss man zur Arbeit oder in die Schule. Deshalb sind viele Menschen mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Die Straßen waren sehr voll. In manchen Städten konnte man auch S-Bahn fahren, denn die gehören zur Deutschen Bahn.
Die Gewerkschaft will, dass die Beschäftigten weniger arbeiten müssen. Und zwar 35 Stunden pro Woche statt 39 Stunden. Dafür sollen sie aber genauso viel Geld bekommen. Außerdem soll es mehr Urlaub geben. Und die Schichten sollen nicht mehr so lang sein. Verdi sagt: Sonst will bald niemand mehr Bus-Fahrer oder Lok-Führer werden. Die Arbeit-Geber sagen: Das ist zu teuer. Sie sagen: Das können wir nicht bezahlen.
Der Warn-Streik war fast in ganz Deutschland. Nur in dem Bundes-Land Niedersachsen gab es keinen Warn-Streik. Da sind die Busse und Bahnen ganz normal gefahren.
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Wörter-Buch

  • Streik

    Ein Streik ist ein Protest von Arbeitern oder Angestellten. Streiken bedeutet, aus Protest nicht zu arbeiten. Die Arbeiter oder Angestellten zeigen damit, dass sie nicht zufrieden sind. Sie wollen zum Beispiel mehr Geld oder andere Arbeits-Zeiten durchsetzen. Für Streiks gibt es Regeln. Diese Regeln nennt man Streik-Recht. Gewerkschaften organisieren den Streik.

  • Nah-Verkehr

    Zum Nah-Verkehr gehören Busse, Straßen-Bahnen, S-Bahnen und Regional-Züge. Sie fahren in der Stadt oder in der Umgebung. Das Gegenteil heißt Fern-Verkehr. Das sind zum Beispiel ICE-Züge. Sie fahren weite Strecken quer durchs Land fahren.

  • Gewerkschaft

    Eine Gewerkschaft ist ein Verein für Arbeiter und Arbeiterinnen oder Angestellte. Die Gewerkschaft setzt sich zum Beispiel dafür ein, dass die Angestellten mehr Geld bekommen. In Deutschland gibt es viele Gewerkschaften für verschiedene Berufe: Es gibt zum Beispiel Gewerkschaften für Lehrer oder Gewerkschaften für Polizisten. Die meisten deutschen Gewerkschaften gehören zum DGB. Das ist der Deutsche Gewerkschafts-Bund.

  • Arbeit-Geber

    Arbeit-Geber ist ein anderes Wort für Chef. Die Chefs von vielen Firmen sind Mitglied in einem Arbeit-Geber-Verband. Dieser Verband verhandelt zum Beispiel mit der Gewerkschaft über die Löhne. Das Gegenteil von Arbeit-Geber ist Arbeit-Nehmer. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Arbeit-Nehmer.

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