Wahl in Nicaragua

In dem Land Nicaragua in Mittel-Amerika haben die Menschen gewählt. Der Präsident Daniel Ortega hat die Wahl gewonnen. Fach-Leute sagen: Die Wahl war nicht frei und nicht gerecht. Und: Es soll Betrug gegeben haben.

12.11.2021

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Auf dem Bild klatschen Daniel Ortega und Rosario Murillo in die Hände.
Rechts der Präsident von Nicaragua: Daniel Ortega. Links die Vize-Präsidentin: Rosario Murillo (AFP/Cesar Perez)
Daniel Ortega ist schon lange an der Macht in Nicaragua. Er ist 75 Jahre alt. Seine Frau heißt Rosario Murillo. Sie ist die Vize-Präsidentin von Nicaragua. Ortega und seine Frau regieren autoritär. Das bedeutet, dass sie alles alleine entscheiden und die Macht über alles haben wollen.
Andere Länder wie die USA haben gesagt: Wir akzeptieren die Wahl nicht. Denn die Wahl-Behörde hat viele andere Konkurrenten von Ortega nicht als Kandidaten zugelassen. Der Präsident ließ viele Politiker von der Opposition verhaften. Auch Journalistinnen und Journalisten mussten ins Gefängnis. Wahl-Beobachter durften nicht in das Land reisen.
Ortega war schon mal Präsident von 1985 bis 1990. 2006 wurde er noch mal gewählt und regiert seitdem. Seine Partei hat dafür ein Gesetz geändert. Seitdem ist die Amts-Zeit für den Präsidenten unbeschränkt. Das bedeutet: Ortega kann so oft Präsident werden, wie er will.

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  • Präsident

    Der Präsident ist der Staats-Chef von einem Land. In vielen Ländern ist der Präsident der mächtigste Politiker. Das ist zum Beispiel in den USA und in Frankreich so. Aber in Deutschland und in anderen Ländern hat der Regierungs-Chef mehr Macht als der Präsident.

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