Viele neue Schulden

Der Wirtschaft in Deutschland geht es schlecht. Grund dafür ist die Ausbreitung von dem Corona-Virus. Die Bundes-Regierung hat deshalb beschlossen, der Wirtschaft zu helfen.

03.07.2020

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Aufgefächerte Euroscheine
Die Neuverschuldung steigt in diesem Jahr sehr stark an. (imago/Chromorange)
Sie hat einen Nachtrags-Haushalt beschlossen. Damit macht Deutschland viele neue Schulden. In diesem Jahr sind es 218 Milliarden Euro.
Das viele Geld soll helfen, dass es der Wirtschaft wieder besser geht. Denn wegen der Corona-Pandemie mussten viele Firmen und Geschäfte schließen. Hilfen bekommen große und kleine Unternehmen und Kommunen. Die Mehrwert-Steuer sinkt. Deshalb kosten manche Sachen jetzt weniger. Die Regierung hofft, dass die Menschen deshalb mehr kaufen. Und Familien bekommen 300 Euro pro Kind.
Der Bundes-Tag hat dem geänderten Haushalt zugestimmt. Dafür gestimmt haben die Parteien CDU, CSU und SPD. Die Opposition hat dagegen gestimmt. Die Partei AfD hat zum Beispiel gesagt, die Regierung ist selbst schuld an der Krise. Sie findet: Viele Beschränkungen in der Corona-Krise waren übertrieben. Die Partei Die Linke hat kritisiert, dass die armen Menschen zu wenig Geld bekommen.

Wörterbuch

  • Bundes-Regierung

    Die Bundes-Regierung ist die Regierung von Deutschland. Zur Bundes-Regierung gehören die Minister und Ministerinnen. Jeder Minister ist für bestimmte Themen zuständig: zum Beispiel für Umwelt, Wirtschaft oder Bildung. Die Bundes-Regierung wird von der Bundes-Kanzlerin oder vom Bundes-Kanzler geleitet.

  • Corona-Krise

    Seit Anfang 2020 gibt es weltweit ein neues ansteckendes Virus: Das Corona-Virus Sars-Cov-2. Wer sich ansteckt, kann eine schwere Lungen-Krankheit bekommen und im schlimmsten Fall daran sterben. Wissenschaftler und Politiker in aller Welt versuchen, etwas gegen die Ausbreitung des Virus zu tun. In vielen Ländern haben die Regierungen deshalb strenge Regeln beschlossen. Schulen und Läden wurden geschlossen. In manchen Ländern dürfen die Menschen nicht mehr aus dem Haus gehen. Weil viele Firmen nicht mehr arbeiten können, gibt es auch eine Wirtschafts-Krise.

  • Nachtrags-Haushalt

    Wenn ein Haushalt bereits besteht, aber nachträglich verändert wird, spricht man von einem Nachtrags-Haushalt. Ein Nachtrags-Haushalt ist dann notwendig, wenn der Staat zum Beispiel weniger Geld einnimmt als erwartet. Ein weiterer Grund, dass neue Ausgaben etwa durch eine Wirtschafts-Krise entstehen.

  • Mehrwert-Steuer

    Die Mehrwert-Steuer ist eine sogenannte Verbrauchs-Steuer. Jeder, der etwas kauft, zahlt an den Staat dafür eine Steuer. Im Preis, den wir im Geschäft bezahlen, ist diese Steuer schon eingerechnet. Die Mehrwert-Steuer liegt in Deutschland bei 19 Prozent. Für Güter des täglichen Bedarfs, wie Lebens-Mittel, Bücher oder Zeitschriften liegt sie bei 7 Prozent.

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