Urteile zu G20-Randale

Ein Gericht in Hamburg hat zwei Männer verurteilt. Die Polizei hat sie beim G20-Treffen festgenommen. Viele Menschen haben in Hamburg gegen das Gipfel-Treffen demonstriert. Sie sind nicht mit der Politik der wichtigsten Industrie- und Schwellen-Länder einverstanden.

01.09.2017

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Randalierer stehen im Schanzenviertel in Hamburg vor einer brennenden Barrikade.
Randalierer stehen am 7. Juli im Schanzenviertel in Hamburg vor einer brennenden Barrikade. (Markus Scholz/dpa)
Im ersten Prozess hat das Amts-Gericht Hamburg einen 21-Jährigen verurteilt. Er muss für zwei Jahre und sieben Monate ins Gefängnis. Der Mann kommt aus dem Land Niederlande. Das Gericht sagt: Der Mann hat am 6. Juli Flaschen auf einen Polizisten geworfen. Außerdem wollte er sich nicht festnehmen lassen.
Ein zweiter Mann aus Polen ist auch verurteilt worden. Seine Strafe von sechs Monaten ist zur Bewährung ausgesetzt. Das heißt, er muss vorerst nicht ins Gefängnis. Der Mann wollte an einer Demonstration teilnehmen. Die Polizei fand bei einer Kontrolle in seinem Ruck-Sack verbotene Gegenstände. Und zwar Böller und Pfeffer-Spray.
Bei den Ausschreitungen in Hamburg wurden mehrere hundert Polizisten verletzt. Viele Autos wurden angezündet und Geschäfte geplündert. Zugleich haben aber viele 10-tausend Menschen friedlich gegen die Politik von den G20-Staaten demonstriert.

Wörterbuch

  • G-20

    G-20 ist die Abkürzung für Gruppe der 20. Es ist eine Gruppe aus 20 Ländern. Manche sind Industrie-Länder. Das heißt, es sind Länder mit einer starken Wirtschaft. Andere Länder sind Schwellen-Länder. Das sind Länder, die auch Industrie-Länder werden wollen. Aber ihre Wirtschaft ist nicht ganz so stark. Diese Länder gehören zur G-20: USA, Japan, Deutschland, China, Groß-Britannien, Frankreich, Italien, Kanada, Brasilien, Russland, Indien, Süd-Korea, Australien, Mexiko, Türkei, Indonesien, Saudi-Arabien, Süd-Afrika, Argentinien und die EU. Die EU wird bei der G-20 auch als Land gezählt.

  • Bewährungs-Strafe

    Eine Bewährungs-Strafe ist eine mildere Form von einer Haft-Strafe. Der Verurteilte muss vorerst nicht ins Gefängnis. Sondern er muss sich für eine bestimmte Zeit bewähren. Das heißt, er muss zeigen, dass er keine Straf-Taten mehr begeht. Wenn er es doch tut, kommt er ins Gefängnis.

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