Viele Chefs tricksen bei dem Mindest-Lohn

In Deutschland gibt es eigentlich einen Mindest-Lohn. Das bedeutet: Für eine Stunde Arbeit bekommt man mindestens 13 Euro und 90 Cent. Aber es gibt immer wieder Chefs, die sich nicht daran halten.

Eine Kellnerin räumt Geschirr ab.
Bei Kontrollen ist aufgefallen: Viele Chefs tricksen bei dem Mindest-Lohn. (picture alliance / Zoonar / Elmar Gubisch)
Damit das nicht passiert, gibt es Kontrollen. Mitarbeiter vom Zoll überprüfen Betriebe. Im letzten Jahr hat es 26-Tausend Überprüfungen gegeben. Bei den meisten Betrieben war alles in Ordnung. Bei mehr als 6-Tausend Überprüfungen hat der Zoll aber gesagt: Wahrscheinlich wird hier mit dem Mindest-Lohn getrickst. Dann wird ein Verfahren eingeleitet.
Zum Beispiel geben manche Chefs den Angestellten zu viele Aufgaben. Und wenn sie nicht alle Aufgaben in ihrer Arbeits-Zeit schaffen, müssen sie Über-Stunden machen. Für diese Über-Stunden gibt es dann kein Geld. Ein anderer Trick ist, wenn die Kosten für Arbeits-Kleidung von dem Lohn abgezogen werden.
Besonders viele Probleme gibt es in Restaurants und Hotels. Aber auch bei Taxis, Getränke-Shops und Sicherheits-Diensten hat der Zoll viele Tricksereien gefunden.
Der Mindest-Lohn wird fast jedes Jahr angehoben, weil auch die Preise zum Beispiel im Super-Markt steigen. Nächstes Jahr ist der Mindest-Lohn 14 Euro und 60 Cent.

Wörter-Buch

  • Mindest-Lohn

    Menschen, die arbeiten gehen, bekommen dafür Geld. Dieses Geld heißt Lohn. Wenn ein Land einen Mindest-Lohn hat, dann heißt das: Kein Arbeiter in dem Land darf weniger verdienen als diesen Lohn.

  • Lohn / Gehalt

    Lohn oder Gehalt ist das Geld, das man für seine Arbeit bekommt. Die meisten Arbeiter und Angestellten bekommen ihren Lohn oder ihr Gehalt einmal im Monat aufs Bank-Konto.

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