Viele Menschen wollen Bio-Lebensmittel - zu wenig Anbau in Deutschland

Bio-Lebensmittel werden in Deutschland immer beliebter. Sie sind teurer als andere Lebensmittel. Trotzdem ist im letzten Jahr mehr davon verkauft worden. Das Problem ist: In Deutschland gibt es zu wenige Landwirte, die Bio-Lebensmittel anbauen.

Mehrere Kisten mit Gemüse stehen auf einer Wiese.
Im letzten Jahr wurde in Deutschland viel Bio-Gemüse verkauft. (picture alliance / Westend61 / Jose Carlos Ichiro)
Bio heißt: Die Lebensmittel werden ohne Kunst-Dünger und ohne Gen-Technik produziert. Bio-Bauern bekämpfen Unkraut und Ungeziefer nicht mit chemischen Mitteln. Sie wollen Tiere artgerecht halten und die Umwelt schützen.
Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln ist im letzten Jahr fast 7 Prozent höher gewesen als im Jahr davor. Viele davon kamen aus dem Ausland. Denn in Deutschland sind die Anbau-Flächen für Bio-Lebensmittel kaum größer geworden. Sie sind nur um 1 Prozent gewachsen. Fast die Hälfte von den Bio-Möhren kam aus dem Ausland. Auch immer mehr Bio-Milch und Bio-Fleisch muss importiert werden.
Der Bund Ökologische Lebensmittel-Wirtschaft ist ein Verband von Herstellern und Händlern. Die Vorsitzende Tina Andres sagt: Deutschland verpasst eine Chance. Die Politik müsste es für Bauern leichter machen, auf Bio-Landwirtschaft umzustellen.

Wörter-Buch

  • Lebens-Mittel

    Lebens-Mittel sind die Dinge, die man essen kann. Zum Beispiel Milch, Gemüse oder Nudeln. Man sagt auch Nahrungsmittel dazu. Man kauft sie in Läden, auf Märkten oder bei Bauern.

  • Bio-Siegel

    Ein Bio-Siegel ist ein Kenn-Zeichen, zum Beispiel auf Lebens-Mitteln. Das kann ein Aufkleber oder ein Aufdruck auf der Packung sein. Produkte mit einem Bio-Siegel sind nach bestimmten Regeln hergestellt. Das kann heißen, dass zum Beispiel kein künstlicher Farb-Stoff in dem Produkt sein darf. Oder dass Pflanzen nicht mit Gift bespritzt werden. Die Regeln müssen kontrolliert werden. Nur wer sie einhält, bekommt das Siegel.

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