Winzige Plastik-Teilchen von Auto-Reifen verschmutzen die Luft in großen Städten

In Städten ist die Luft oft schlechter als auf dem Land. Das liegt auch an winzigen Plastik-Teilchen. Fach-Leute wollten wissen: Woher kommen diese Teilchen in der Stadt? Die Antwort ist eindeutig: Sie kommen vor allem von Autoreifen.

Das Foto zeigt einen Auto-Reifen.
Auto-Reifen machen die Luft schlechter, denn sie gebe winzige Plastik-Teilchen ab. (imago)
Die Fach-Leute sagen: Die Plastik-Teilchen entstehen durch den Verkehr. Wenn Autos auf der Straße fahren, lösen sich winzige Teilchen von ihren Reifen. Die Teilchen sind so klein, dass man sie einatmet.
Die Fach-Leute haben die Luft in der Stadt Leipzig untersucht. Sie haben Messungen an einer Straße mit viel Verkehr gemacht. Die Forscher wollten herausfinden, wie viel winzige Plastik-Teilchen in der Luft sind.
Die Untersuchungen haben ergeben: Die Menschen in Leipzig atmen pro Tag ungefähr zwei Mikro-Gramm Plastik ein. Das ist zwar nur ein ganz winziger Teil von einem Gramm. Die Forscher sagen aber: Es ist genug, um davon krank zu werden. Das Risiko wird größer, an Problemen mit Herzen und Blut-Druck oder an Lungen-Krebs zu sterben.

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  • Plastik

    Plastik ist ein Ober-Begriff für verschiedene Materialien. Man sagt auch: Kunst-Stoffe. Viele Gegenstände sind daraus gemacht. Aber auch viele Einweg-Verpackungen sind daraus gemacht. Es dauert Jahrhunderte, bis die Natur Plastik komplett abgebaut hat. Vorher zerfällt es in kleine Teile. Man nennt sie auch Mikro-Plastik. Dieses Mikro-Plastik ist schon an entlegenen Orten der Welt nachgewiesen worden. Auch in menschlichen Organen wurde es gefunden. Plastik wird meistens aus Erdöl hergestellt. Man kann aber auch umweltfreundliche Rohstoffe wie bestimmte Pflanzen oder Algen verwenden. Dazu sagt man Bio-Plastik.

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