Juden-feindliche Aktionen

In mehreren Städten hat es juden-feindliche Angriffe gegeben. Zum Beispiel haben Menschen Synagogen angegriffen oder israelische Flaggen verbrannt. Es hat auch anti-israelische Proteste gegeben. 

21.05.2021

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Auf einem Plakat werden Israelis mit Terroristen verglichen.
Eine Demonstration gegen Israel in München. (picture alliance / dpa / Sachelle Babbar)
Bei den Protesten geht es um die neue Gewalt im Nahost-Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Viele Menschen haben friedlich demonstriert. Manche haben aber auch juden-feindliche Aktionen gemacht oder anti-semitische Sachen gerufen. Politikerinnen und Politiker sind besorgt darüber. Bundes-Präsident Frank-Walter Steinmeier sagt: Es ist absolut nicht ok, Jüdinnen und Juden in Deutschland zu bedrohen oder Synagogen anzugreifen.
Bundes-Innen-Minister Seehofer sagt: Wer juden-feindlichen Hass verbreitet, denn werden wir hart bestrafen. Der Zentral-Rat der Juden meint: Die Polizei muss bei juden-feindlichen Aktionen bei Demonstrationen eingreifen. Auch viele andere Menschen sind besorgt. Deshalb gibt es Demonstrationen gegen Juden-Feindlichkeit.
In der Politik gibt es auch eine Debatte, wer für die Juden-Feindlichkeit verantwortlich ist. Manche sagen: Es sind vor allem muslimische Migrantinnen und Migranten. Das meint zum Beispiel die AfD. Der Anti-Semitismus-Beauftragte von der Regierung heißt Felix Klein. Er sagt: Juden-Feindlichkeit ist nicht nur ein Problem von Einwanderern aus arabischen Ländern. Es gibt Anti-Semitismus zum Beispiel auch an Universitäten und bei Corona-Demonstrationen von den "Querdenkern".

Wörterbuch

  • Israel

    Israel ist ein Land im Nahen Osten. Es liegt am Mittelmeer. Die Hauptstadt von Israel ist Jerusalem. Die meisten Menschen in Israel sprechen Hebräisch oder Arabisch. Die Religion des Staates Israel ist das Judentum. Aber auch Muslime und Christen leben in Israel. Mit seinen Nachbar-Ländern hat Israel schon lange Streit. Diesen Streit nennt man den Nahost-Konflikt. Dabei geht es darum, wem das Land gehört.

  • Nahost-Konflikt

    Israel streitet schon lange mit den arabischen Nachbar-Ländern und mit den Palästinensern. Bei dem Streit geht es um Grenzen. Der Staat Israel wurde im Jahr 1948 gegründet. Damals lebten dort aber auch schon Palästinenser. Viele Palästinenser finden deshalb, dass ihnen das Gebiet gehört. Israel und die Palästinenser haben schon oft Krieg geführt. Seit Jahren versuchen viele Politiker aus anderen Ländern, eine Lösung zu finden. Bisher hat das aber nicht geklappt.

  • Palästinenser

    Die Palästinenser sind ein Volk ohne eigenes Land. Palästinenser leben in vielen verschiedenen Ländern. Es gibt 2 Gebiete, über die sie mitbestimmen dürfen: das West-Jordan-Land und den Gaza-Streifen. Die Palästinenser wollen, dass diese Gebiete als ihr Land anerkannt werden. Darüber gibt es schon seit vielen Jahren Streit mit dem Land Israel. Auch in Israel wohnen viele Palästinenser.

  • Jüdinnen und Juden

    Jüdinnen und Juden gehören der Religion Judentum an. Das heilige Buch der Juden heißt Torah. Es enthält Teile aus der Bibel. Juden beten nicht in einer Kirche, sondern in einer Synagoge. Früher sind Juden in vielen Ländern verfolgt worden. In der Nazi-Zeit haben Deutsche und ihre Helfer in vielen Ländern Millionen Juden ermordet. Auch heute werden in manchen Ländern Juden noch verfolgt.

  • Anti-Semitismus

    Anti-Semitismus bedeutet Juden-Feindlichkeit. Anti-Semiten wollen Juden und Jüdinnen aus der Gesellschaft ausgrenzen. Anti-Semiten sagen: Juden sind Schuld, wenn etwas schlecht läuft. Anti-Semitismus gibt es schon lange Zeit und in vielen Ländern der Welt. In Deutschland waren früher Anti-Semiten an der Macht: Im 2. Welt-Krieg haben die National-Sozialisten und ihre Helfer 6 Millionen Juden ermordet. Diesen Massen-Mord nennt man den Holocaust oder die Schoah.

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