Forscher warnen vor zu vielen Touristen auf Gletschern

Gletscher sind riesige Eis-Massen. Viele von ihnen sind durch den Klima-Wandel bedroht. Forscher warnen: Auch der Tourismus ist eine Bedrohung für die Gletscher.

Touristen laufen über einen riesigen Gletscher.
Touristen auf dem Fox-Gletscher in Neuseeland. (picture alliance / AP Photo / Nick Perry)
Forscher aus den Ländern Schweiz und USA haben gesagt: Viele Menschen wollen die Gletscher sehen, so lange es noch geht. Aber sie machen sie dabei kaputt. Jedes Jahr machen 14 Millionen Menschen eine Gletscher-Tour.
Zum Beispiel buchen Gletscher-Touristen Ausflüge mit Hubschraubern. Die stoßen das Gas CO2 aus. CO2 verstärkt den Klima-Wandel und lässt die Gletscher kleiner werden. Oder es werden neue Wander-Wege in Gletscher-Gebieten angelegt. Auch das ist schlecht für die Gletscher.
Die Forscher sehen auch noch ein anderes Problem: Die Touristen geben zwar Geld, um auf den Gletscher zu können. Aber das Geld geht an die Tour-Veranstalter. Zu wenig Geld bleibt für den Umwelt-Schutz oder die Menschen, die in der Nähe der Gletscher wohnen.

Wörter-Buch

  • Gletscher

    Gletscher sind riesige Blöcke aus Eis. Es gibt sie in Gebirgen und in sehr kalten Ländern. Gletscher wachsen, wenn es sehr viel schneit. Der Schnee wird dann zu Eis. Gletscher schrumpfen, wenn es zu warm ist. Denn dann schmilzt das Eis. Durch den Klima-Wandel werden die meisten Gletscher immer kleiner. Wissenschaftler sagen: In den Alpen verschwinden bis zum Jahr 2100 fast alle Gletscher. Und die besonders großen Gletscher in Grönland und am Süd-Pol geben so viel Wasser ab, dass der Meeres-Spiegel auf der ganzen Welt ansteigt.

  • Klima-Wandel

    Klima-Wandel heißt: Auf der Erde wird es wärmer. Das gibt viele Probleme, zum Beispiel Überschwemmungen, Dürren und schwere Stürme. Viele Menschen sterben an den Folgen vom Klima-Wandel. Gründe für den Klima-Wandel sind auch viele Abgase in der Luft. Wenn man heute von Klima-Wandel spricht, sind Veränderungen gemeint, die durch den Menschen verursacht werden. In der Wissenschaft gibt es keine Zweifel daran, dass der Mensch zum Klima-Wandel entscheidend beiträgt.

  • CO2

    CO2 nennt man auch Kohlen-Dioxid. Es ist ein Gas. Es kommt in der Luft vor. Kohlen-Dioxid entsteht, wenn man etwas verbrennt. Es entsteht zum Beispiel, wenn Holz oder Heizöl brennen. Auch Autos stoßen Kohlen-Dioxid aus. Das liegt daran, dass im Motor Benzin oder Diesel-Kraft-Stoff verbrannt werden. Kohlen-Dioxid kann sehr gefährlich sein. Es ist nämlich ein so genanntes Treibhaus-Gas. Das bedeutet, dass es zur Erd-Erwärmung beiträgt. Also dazu, dass die Temperaturen auf unserer Erde steigen. Das nennt man Klima-Wandel.

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