
Der Tag war in Deutschland, Dänemark, der Schweiz und in dem damaligen Land Österreich-Ungarn. Heike Specht ist Geschichts-Wissenschaftlerin. Sie sagt: Schon in den ersten Jahren sind tausende Frauen auf die Straße gegangen. Sie haben sich gemeinsam stark gefühlt.
Heike Specht erklärt: Am Anfang ging es den Frauen vor allem um das Wahl-Recht. In Deutschland dürfen Frauen zum Beispiel seit 1918 wählen und gewählt werden. Aber die Frauen haben schon damals auch für kürzere Arbeits-Zeiten, für billige Lebensmittel und für das Recht auf Abtreibung gekämpft.
Seit 1921 ist der Frauen-Tag immer am 8. März. Die Vereinten Nationen haben 1977 beschlossen: Der Frauen-Tag soll ein internationaler Tag für Frauen-Rechte werden. In Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern ist der Tag heute sogar ein Feiertag.
Und die Historikerin Heike Specht hat noch einen wichtigen Tipp. Sie sagt: Die Männer sollten den Frauen zum Frauen-Tag besser keine Blumen schenken. Denn am Frauen-Tag ging es nie um Geschenke. Heike Specht sagt: Es ging immer um die Rechte von Frauen - also vor allem um Gleichberechtigung.