
Der Gesetzes-Vorschlag für eine Frauen-Quote ist gescheitert. Die Abgeordneten von den Parteien CDU, CSU und FDP haben fast alle mit "Nein" gestimmt. Manche von ihnen waren eigentlich für die Quote. Zum Beispiel die Arbeits-Ministerin Ursula von der Leyen aus der CDU. Aber auch sie hat jetzt gegen das Gesetz gestimmt. Denn die CDU wollte nicht, dass ihre Abgeordneten für den Vorschlag von SPD und Grünen stimmen.
In dem Streit in der CDU ging es zum Schluss gar nicht mehr um die Frauen-Quote. Es ging vor allem darum, ob man für einen Vorschlag der anderen Parteien stimmen darf. Eigentlich darf jeder Abgeordnete immer so abstimmen, wie er es richtig findet. Aber CDU, CSU und FDP sind zusammen die Regierungs-Parteien. Sie wollten in dieser Abstimmung zeigen, dass sie immer noch die Mehrheit im Bundestag haben.
Die CDU ist für eine andere Art von Frauen-Quote. Sie will, dass die Firmen über die Quote selbst bestimmen. Die Firmen sollen sich selbst ein Ziel setzen. SPD und Grüne wollten gleiche Regeln für alle Firmen. Sie wollten, dass in 5 Jahren in allen großen Firmen mindestens jeder 5. Chef-Posten an eine Frau gehen soll.