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Zu wenig Sauberkeit bei Pflege zu Hause führt zu hohen Kosten

In Deutschland werden fast 5 Millionen Menschen zu Hause gepflegt. Zum Beispiel, weil sie alt oder krank sind. Jetzt zeigt eine Studie: Zu wenig Sauberkeit und zu wenig Schutz vor Keimen sind ein Problem bei der Pflege zu Hause. Dadurch entstehen hohe Kosten.

Ein Mensch legt seine Hand auf die Schulter von einer älteren Person im Roll-Stuhl. Sie sitzen zusammen an einem Tisch und sind von hinten zu sehen.
Etwa 5 Millionen Menschen in Deutschland werden zu Hause gepflegt. (picture alliance / CHROMORANGE / MICHAEL BIHLMAYER)
Oft übernehmen Familien-Mitglieder die Pflege zu Hause. Anders als im Krankenhaus gibt es bei der Pflege zu Hause keine Regeln, wie man putzen und pflegen muss. Zum Beispiel, wie man seine Hände desinfiziert.
Die Studie von der Universitäts-Medizin Mannheim sagt: Das führt zu oft dazu, dass sich pflege-bedürftige Menschen mit Krankheiten anstecken. Zum Beispiel mit einer Lungen-Entzündung. Diese Krankheiten müssen dann im Krankenhaus behandelt werden. Oft werden die Pflege-Bedürftigen nach solch einer Krankheit noch schwächer. Dann brauchen sie einen höheren Pflege-Grad. Das heißt: Die Pflege-Versicherung muss mehr Geld an die Pflege-Bedürftigen bezahlen.
All das führt zu Kosten von mehr als 6 Milliarden Euro. Das schätzen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in der Studie. Ihre Empfehlung ist: Familien-Mitglieder sollten Schulungen für mehr Sauberkeit und Schutz vor Keimen bekommen.

Wörter-Buch

  • Studie

    In einer Studie stehen Ergebnisse von Forscherinnen und Forschern. Sie haben dafür etwas untersucht - in der Natur, in ihrem Labor oder auch in der Bevölkerung.

  • Pflege-Versicherung

    Die Pflege-Versicherung ist für pflege-bedürftige Menschen da. Diese Menschen brauchen Hilfe in ihrem Alltag. Die Versicherung übernimmt einen Teil von den Kosten für die Pflege. Wie viel sie zahlt, hängt unter anderem vom Pflege-Grad ab. Der Pflege-Grad stellt fest, wie viel Hilfe ein Mensch braucht. Die Versicherung übernimmt zum Beispiel einen Teil von den Kosten für ein Pflege-Heim. Wenn jemand zu Hause von der Familie gepflegt wird, zahlt die Versicherung oft ein Pflege-Geld. In Deutschland muss jeder Mensch in der Pflege-Versicherung sein. Bei Arbeit-Nehmern geht ein Teil vom Lohn an die gesetzliche Pflege-Versicherung. Selbst-Ständige, Beamte und Arbeit-Nehmer mit einem hohen Einkommen sind oft in einer privaten Pflege-Versicherung.

  • Pflege-Grad

    Der Pflege-Grad stellt fest, wie viel Hilfe ein pflege-bedürftiger Mensch braucht. Es gibt 5 Pflege-Grade. Pflege-Grad 1 heißt: Eine Person kann noch vieles ohne Hilfe in ihrem Alltag regeln. Pflege-Grad 5 heißt: Ein Mensch kann sich ohne Hilfe fast gar nicht mehr versorgen. Pflege-Fachleute bestimmen, welchen Pflege-Grad eine Person bekommt. Bei einem hohen Pflege-Grad bekommt ein Mensch mehr Leistungen von der Pflege-Versicherung. Die Pflege-Versicherung übernimmt zum Beispiel Kosten für ein Pflege-Heim.

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