Nachrichten in
Einfacher Sprache


Schüler sollen mehr über aktuelle Kriege und Konflikte lernen

Im Internet gibt es viele Lügen über die Geschichte. Die Bildungs-Minister der Bundes-Länder haben deshalb eine neue Empfehlung beschlossen. Schüler und Schülerinnen sollen im Unterricht mehr über das Völker-Recht lernen. Sie sollen auch mehr über Juden-Feindlichkeit lernen.

Schülerinnen und Schüler sitzen in einem Klassenraum. Einige melden sich. Auf einem Tisch liegt ein Tablet.
Schüler und Schülerinnen sollen im Unterricht mehr über Kriege und aktuelle Konflikte lernen. (picture alliance / dpa / Matthias Balk)
Im Internet behaupten manche Menschen: Es gab gar keinen Völker-Mord von den Nazis an den Juden. Einige Menschen erzählen auch Lügen über das Land Israel und über die Kriege im Gaza-Streifen und im Iran.
Die Bildungs-Minister sagen: Die Juden-Feindlichkeit in Deutschland wird größer. Schüler und Schülerinnen sollen deshalb im Unterricht lernen, wie man besser Lügen über die Geschichte erkennt.
Die Jugendlichen sollen auch mehr über rechts-extreme Gewalt lernen. Und sie sollen mehr über das Völker-Recht und über aktuelle Kriege lernen. Dazu gehören auch die Gründe, warum Menschen aus ihrer Heimat vertrieben werden.
Die Bildungs-Minister finden: Kinder und Jugendliche müssen die Gründe für Kriege und Konflikte in der Welt verstehen. Nur dann können sie die Demokratie schützen.

Wörter-Buch

  • Bundes-Länder

    Deutschland besteht aus 16 Bundes-Ländern. Sie heißen zum Beispiel Bayern, Sachsen oder Nordrhein-Westfalen. Jedes Bundes-Land hat eine Landes-Regierung. Der Chef von einer Landes-Regierung ist der Minister-Präsident oder die Minister-Präsidentin.

  • Völker-Mord

    Völker-Mord ist ein Verbrechen. Es bedeutet: Jemand will eine Gruppe von Menschen vernichten. Die Gruppe kann zum Beispiel ein Volk sein. Oder es können Menschen sein, die zu einer Religion gehören. Die Vereinten Nationen haben im Jahr 1951 festgelegt: Völker-Mord muss überall auf der Welt als Verbrechen verfolgt werden.

  • Völker-Recht

    Völker-Recht ist ein Begriff für Regeln, wie Staaten miteinander umgehen. Dafür gibt es Verträge zwischen Ländern und mit internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen. Wichtige Regeln sind: Wir respektieren die Grenzen von den anderen Ländern. Und: Wenn wir Streit haben, regeln wir das mit Gesprächen und nicht mit Krieg.

  • Nazi

    Nazi ist die Abkürzung für National-Sozialist. In Deutschland waren die Nazis von 1933 bis 1945 an der Macht. Sie überfielen andere Länder und waren schuld am 2. Welt-Krieg. Die Nazis ermordeten sehr viele Juden. Der Anführer der Nazis hieß Adolf Hitler. Nazis sind ausländerfeindlich: sie wollen nicht, dass Ausländer in Deutschland leben. Sie sind auch gegen Schwule und Lesben und gegen fremde Religionen. Heute gibt es auch noch Menschen, die so denken. Sie werden Neo-Nazis genannt.

  • Jüdinnen und Juden

    Jüdinnen und Juden gehören der Religion Judentum an. Das heilige Buch der Juden heißt Torah. Juden beten nicht in einer Kirche, sondern in einer Synagoge. Früher sind Juden in vielen Ländern verfolgt worden. In der Nazi-Zeit haben Deutsche und ihre Helfer in vielen Ländern Millionen Juden ermordet. Auch heute werden in manchen Ländern Juden noch verfolgt.

  • Gaza-Streifen

    Der Gaza-Streifen ist ein kleines Küsten-Gebiet am Mittel-Meer. Der Gaza-Streifen liegt zwischen den Ländern Israel und Ägypten. Die Haupt-Stadt heißt Gaza-Stadt. Im Gaza-Streifen leben mehr als 2 Millionen Menschen. Sie heißen Palästinenser. Der Gaza-Streifen wird von der Organisation Hamas regiert. Die Hamas kämpft mit Gewalt für einen palästinensischen Staat und gegen den Staat Israel. Der Gaza-Streifen ist abhängig von Lebens-Mittel-Lieferungen aus dem Ausland. Israel und Ägypten kontrollieren die Grenzen. Seit 2023 ist Krieg im Gaza-Streifen. Israel und die Hamas greifen sich gegenseitig an. 10-tausende Zivilisten sind getötet worden. Der Gaza-Streifen ist weitgehend zerstört. Viele Menschen hungern.

  • Iran

    Der Iran ist ein Land in Asien. Die Hauptstadt heißt Teheran. Die meisten Menschen im Iran sprechen Persisch. Früher hieß das Land auch Persien. Die meisten Iraner sind Muslime. Das Land nennt sich selbst "Islamische Republik Iran". Im Iran leben ungefähr so viele Menschen wie in Deutschland.

  • Demokratie

    Demokratie bedeutet: Herrschaft des Volkes. Wenn ein Land eine Demokratie ist, dann dürfen die Menschen frei wählen, wer das Land regieren soll. In der Demokratie entscheidet die Mehrheit: Wer die meisten Stimmen bekommt, darf regieren. Die Regierung muss aber auch die Rechte der Minderheit achten. Auch die Parteien mit weniger Stimmen dürfen mitreden und manchmal mitentscheiden. In einer echten Demokratie gibt es außerdem freie Medien, damit sich die Menschen gut informieren können.

zum Wörter-Buch

Podcast hören

PodcastNachrichtenleicht - die Nachrichten in Einfacher Sprache

"nachrichtenleicht" - Nachrichten vom Deutschlandfunk in Einfacher Sprache

Nachrichtenleicht – das sind Nachrichten in Einfacher Sprache. Wir erklären schwierige Themen so,... Mehr anzeigen