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Aufstand in Libyen

In Libyen protestieren viele Menschen gegen den Regierungs-Chef Gaddafi. Sie wollen, dass er nicht mehr der Chef von Libyen ist. Gaddafi lässt Soldaten auf die Menschen schießen.

In Libyen demonstrieren viele Menschen gegen Gaddafi und seine Regierung.
In Libyen demonstrieren viele Menschen gegen Gaddafi und seine Regierung.

In Libyen protestieren seit über einer Woche viele Menschen gegen die Regierung von Muammar al-Gaddafi. Libyen ist ein Land in Nord-Afrika. Gaddafi ist schon seit über 40 Jahren Chef von Libyen. Damals vertrieb er den König von Libyen durch einen Militär-Putsch. Ein Militär-Putsch ist, wenn eine kleine Gruppe von Soldaten eine Regierung mit Gewalt vertreibt. Meistens regieren die Soldaten dann selber weiter.

Die Menschen in Libyen sind schon lange unzufrieden mit Gaddafi und seiner Regierung. Sie sagen, die Regierung ist korrupt. Das bedeutet: Die Regierung nimmt Geld von reichen Leuten und regelt Dinge dann so, wie die reichen Leute es wollen. Auch wenn das gegen das Recht ist.

Libyen besitzt viel Erdöl. Damit kann man heizen. Oder man kann Benzin für Autos daraus machen. Überall auf der Welt wird Erdöl gebraucht. Libyen hat viel Geld durch sein Erdöl. Aber Gaddafi hat das Geld nicht den Menschen in Libyen gegeben. Gaddafi und seine Regierung haben das Geld für sich behalten. Sie sind deshalb sehr reich. Das Volk ist aber sehr arm. Das finden die Menschen ungerecht.

Auch viele andere Völker in Nord-Afrika waren unzufrieden mit ihren Regierungen. Auch sie haben protestiert. Zum Beispiel in Tunesien und Ägypten. Dort konnten die Menschen die Regierung vertreiben. Wir haben darüber berichtet.

Das wollen jetzt auch die Menschen in Libyen erreichen. Sie versammeln sich auf großen Plätzen und protestieren gegen Gaddafi. Gaddafi geht aber sehr brutal gegen sein Volk vor. Er lässt Soldaten auf die Menschen schießen. Sogar aus Kampf-Flugzeugen hat er auf die Menschen schießen lassen. Dabei sind viele Menschen gestorben. Wie viele Menschen genau gestorben sind, ist noch nicht klar. Es sollen aber einige Hunderte sein.

Viele libysche Soldaten wollen nicht mehr auf die Menschen schießen. Deshalb hat Gaddafi Soldaten aus anderen Ländern gekauft. Diese Soldaten nennt man Söldner. Sie bekommen viel Geld dafür, dass sie auf die Demonstranten in Libyen schießen.

Überall in Libyen wird nun gekämpft. Viele Regierungs-Chefs auf der Welt schimpfen, wie brutal Gaddafi gegen sein Volk vorgeht. Sie überlegen, wie man ihn dazu bringen kann aufzugeben. Die Länder Europas haben nun einen Plan gemacht. Sie werden Libyen keine Waffen mehr liefern. Und auch viele andere Dinge nicht, die die Menschen in Libyen brauchen. Außerdem darf niemand aus der Familie Gaddafi mehr in ein europäisches Land einreisen. Die Familie Gaddafi kann auch nicht mehr Geld abheben von Bank-Konten, die sie in Europa hat.

Gaddafi hat im Fernsehen gesagt, er möchte das Land nicht verlassen. Und nicht aufhören, Regierungs-Chef zu sein. Er sagte auch, die protestierenden Menschen sind Verräter. Weil sie gegen ihn sind. Und er hat sie als Ratten beschimpft.

Im Fernsehen wurden die Leute aufgefordert, protestierende Menschen bei der Regierung zu verraten. Wer einen Gegner von Gaddafi verrät, bekommt dafür Geld. So will Gaddafi den Menschen Angst machen. Keiner weiß mehr genau, wem er trauen kann.

Ausländer versuchen, Libyen zu verlassen. Es ist zu gefährlich, dort zu bleiben. Auch die deutsche Regierung hat Flugzeuge nach Libyen geschickt, damit Deutsche das Land verlassen können.

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